noa Bank durch BaFin gestoppt
Wie erst jetzt bekannt wurde, hat die noa Bank nicht selbst entschieden, keine Einlagen beim Tagesgeld und Festgeld mehr anzunehmen, sondern sie wurde von der BaFin unmissverständlich dazu aufgefordert - dies schrieb Firmengründer François Jozic dieser Tage im Unternehmens Blog.
Demnach hat ein formaler Beschluss der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) dazu geführt, dass die noa Bank keine Einlagen mehr annehmen und auch keine Kredite mehr ausgeben darf - die genauen Gründen bleiben aber weiterhin verborgen.
In erster Linie hat die BaFin die geringe Eigenkapitalquote der Bank bemängelt - diese betrage normalerweise mindestens 8% - bei der noa Bank wird aber auch das angehörige Firmengeflecht mit zur Bank gerechnet - wodurch das Eigenkapital viel höher sein müsste als bisher angenommen. Zusätzlich beanstandet die BaFin, dass das im März ihr vorliegende Geschäftsmodell bis heute stark geändert wurde und daher eine Neubewertung stattfinden muss. Auch die Schwierigkeiten aus 2009 (hohe Verluste) nennt die BaFin als Risiko und befürchtet, dass dadurch zukünftig Schwierigkeiten entstehen könnten, gerade weil die Eigenkapitalquote der noa Bank sehr gering ist.
Wie geht es aber nun weiter - vorerst sind der noa Bank sämtliche Bankgeschäfte von Tagesgeld, Festgeld bis zu Kreditvergabe untersagt - die Eigenkapitalquote muss um 2 Mio. Euro bis Ende Juli (genaue Zeitangabe fehlt leider) erhöht werden - dafür wird der noa Bank eine Ausnahmeregel von der 8% Quote in Aussicht gestellt - sprich - wird die Eigenkapitalquote wie gefordert erhöht, sind weniger als 8% Eigenkapital ausreichend.
Doch einige Fragen bleiben weiterhin offen - wie geht es weiter mit der noa Bank. Was passiert, wenn die Eigenkapitalquote nicht erreicht wird, oder nach der Freischaltung durch die BaFin weitere Millionen bei Kunden eingesammelt werden - dann muss in 1 Monate wohl schon wieder eine enorme Eigenkapitalerhöhung stattfinden.
Und was machen die noch verbliebenen Kunden - lieber das Geld abziehen oder auf die Geschicke der Bank vertrauen - ich denke da muss man derzeit noch abwarten - Ende Juli bis Anfang August wissen wir dann mehr…
Mehr zu diesem Thema hier:
- Sorry, leider noch keine Referenzen ..

28. Juli 2010 um 11:13
Ui, das wird sicher spannend. Weis jemand wie es bei der NOA Bank mit der Einlagensicherung aussieht? Wenn der Stopp durch die Bafin erstmal überall öffentlich wird, werden sicher viele Ihre Gelder abziehen, dann geht,s zur Sache.
28. Juli 2010 um 11:34
Bei der noa Bank sind Anlagen durch das deutsche Sicherungsverfahren bis 50.000€ pro Person abgesichert - dem Einlagensicherungsfonds hat sich die Bank leider nicht angeschlossen (nach Zitat vom Firmengründer sei der Fonds quasi Pleite …).
Ob das eine Ausrede ist oder der Realität entspricht kann ich leider nicht sagen
28. Juli 2010 um 15:49
Geld sofort abziehen und Konto auflösen, bevor der Laden untergeht.
Einen anderen Tipp kann mal ja wohl nicht geben…
28. Juli 2010 um 17:23
Also mal ehrlich: Die noa bank, bzw. Hr. Jozic, kommt einem in ihrem Blog inzwischen doch eher vor wie ein nörgelndes Kind dem man seinen Lolli weggenommen hat, denn als seriöse Institution die weiß was sie tut und mit Millionenbeträgen umgehen kann. Den Ansatz der noa bank, direkt zu den Kunden zu sprechen und eine Social Media Strategie zu fahren finde ich sehr gut, aber das setzt z.B. die Quirin Bank deutlich sympathischer und seriöser um, bei der noa bank wollte ich aber echt kein Geld angelegt haben…
28. Juli 2010 um 18:57
Es gibt doch für Anleger diesseits der Fünfzigtausendergrenze gar keinen Grund sein Geld vom dort gut verzinzten Tagesgeldkonto abzuziehen - komme, was wolle. Der Bank selbst wär’s sicherlich egal oder sogar recht, weil sie ja sowieso einen für sie teuren Anlagekapitalüberschuss haben.
In Amerika sind dieses Jahr schon über 100 Bank in die Pleite gegangen. Die Einlagensicherung funktioniert tatsächlich und die kleinen Nachrichtenmeldungen dieser eher kleinen Pleitebanken sind auch schon die größten Auswirkungen.
28. Juli 2010 um 20:23
Das war dann ja ein kurzer Öko-Trip. Der Interessent wird Alternativen finden. Die (Banken-)Welt ist groß. (-:
29. Juli 2010 um 10:32
Ich würde mein Geld da sofort abziehen weil :
1. gibt es bessere Angebte als diese mickrigen 1,5% der Noa Bank
2. wären zwar 50.000 Euro abgesichert, aber bis ich das Geld dann mal von der gesetzlichen Einlagensicherung zurückgezahlt bekomme , vergehen sicher 2-4 Wochen ( innerh. von 20 Tagen soll lt. Gesetz die Rückzahlung ja erfolgen - in Ausnahmefällen und wenn noch Klärungsbedarf besteht auch 30 Tage ).
Diese Zeit wird dann ja das Geld nicht weiter verzinst.
Warum also bitte sollte man das Risisko dieses Zinsverlustes eingehen ?
Also jetzt das Geld bei der NOA Bank abziehen und z.b. bei der GE Capital für 2,25% oder bei der VW Bank für 2 % anlegen.
Man hat mehr Zinsen und kann ruhiger schlafen.
Dafür das die NOA Bank über kurz oder lang Gechichte sein wird, braucht man kein Prophet sein..
29. Juli 2010 um 11:59
Bei der BaFin direkt findet man immer noch keine konkreten Aussagen - da diese Woche die Kapitalerhöhung der noa Bank vollzogen sein sollte (oder auch nicht) müsste da eigentlich heute oder morgen mal eine offizielle Stellungnahme kommen.
29. Juli 2010 um 12:00
Die Stellungsnahme ist ja auch für die Bestandskunden wichtig, damit man endlich weiß wie es mit der noa Bank steht - Ungewissheit ist das das Schlimmste überhaupt.
29. Juli 2010 um 15:22
Selbst wenn die NOA Bank jetzt durch eine Kapitalerhöhung noch mal so eben die Kurve kriegen sollte und seitens der BaFin - erstmal- weitermachen darf, ist die Bank doch zukünftlich ” verbrannt “.
In kürzester Zeit haben die doch wieder Probleme und irgendwann bekommen die seitens der BaFin dann endgültig die rote Karte gezeigt. Kunden laufen denen doch jetzt auch schon davon. Das ganze Geschäftsmodell geht doch nicht auf bei denen.
Man kann doch einer solchen Bank nicht ruhigen Gewissens dann weiterhin sein sauer verdientes Geld anvertrauen.
29. Juli 2010 um 18:49
Noch dazu wenn die Bank nur zögerlich Informationen zum aktuellen Stand rausrückt. Es kann doch nicht sein, dass man als Kunde aus einem Blog vom Aktenstand erfahren muss.
6. August 2010 um 12:01
Ich finde, der heutige “Spiegel Online”-Artikel zum Thema noa bank ist bislang das Beste, was darüber geschrieben wurde: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,709114,00.html
10. August 2010 um 16:12
Ab dem 15. August 2010 senkt die noa bank den Zinssatz für Tagesgeldeinlagen bis 50.000€ von 1,5% auf 0,75%
10. August 2010 um 17:05
Quelle?
10. August 2010 um 17:21
die Quelle ist noa bank selber!
10. August 2010 um 17:39
http://www.noabank.de/img/structure/banner/banner_decrease_rate_082010.png
Tatsächlich :-O
das wars dann wohl… Schade, schade
27. Oktober 2011 um 10:51
[...] der gestern vor dem Euro-Gipfel abgehalten wurde, kam zu einem klaren Ergebnis: die Eigenkapitalquote von Banken wird erhöht. Zum 30. Juni 2012 muss diese Quote bei neun Prozent liegen. Und das bedeutet: Bei [...]