Grenzsteuersatz

Der Grenzsteuersatz gibt an, wie zusätzliches Einkommen durch die Einkommensteuer belastet wird. Der Einkommenssteuersatz richtet sich in Deutschland grundsätzlich nach dem Jahreseinkommen.

Zur Berechnung der fälligen Einkommensteuer wird ein Stufenmodell heran gezogen. Je höher das Einkommen, desto höher die Steuerstufe und desto höher auch der Grenzsteuersatz. Rutscht man in eine höhere Steuerstufe, weil man zum Beispiel einen Bonus für gute Leistungen erhält wird dieser auf das normale Jahreseinkommen angerechnet und man kann in eine höhere Steuerstufe rutschen. Dann würde sich der Grenzsteuersatz erhöhen.

Mit dem Grenzsteuersatz wird das Einkommen bis zu der nächst tieferen Stufe besteuert. Der Grenzsteuersatz ist dabei nicht der durchschnittliche Steuersatz und sollte nicht mit diesem verwechselt werden. Der durchschnittliche Steuersatz ist gleichzeitig der effektive Steuersatz, mit dem das gesamte Einkommen im Durchschnitt besteuert wird. Er liefert also eine genauere Auskunft über den Gesamtbetrag der zu zahlenden Steuern und gibt effektiv die Steuerbelastung des Steuerzahlers an. Der effektive Steuersatz wird auch hin und wieder als persönlicher Steuersatz bezeichnet.

Seit der Einführung der Abgeltungssteuer werden Einkünfte aus Kapitalerträgen nicht mehr mit dem persönlichen Steuersatz besteuert, sondern pauschal mit 25%. Liegt ihr persönlicher Steuersatz über diesen 25%, dann haben sie von der Einführung dieser Regelung profitiert. Alle Zinserträge zum Beispiel von ihrem Festgeld- oder Tagesgeldkonto werden also pauschal mit 25% besteuert, sofern sie den Sparer-Pauschbetrag überschreiten.

Der Grenzsteuersatz dient dazu die Steuerlast bei zusätzlichen Einkünften zu berechnen. Zudem lässt sich sagen, wie viel Steuern gespart werden können, wenn zum Beispiel zusätzliche Aufwenden wie Werbungskosten von der Steuer abgesetzt werden können. Zur Berechnung des fälligen Steuerbetrags wird übrigens zu Gunsten des Steuerzahlers auf ganze Euro abgerundet.



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