Zinssatz

Der Zinssatz oder auch Zinsfuß ist die Gebühr die für das geliehene Kapital berechnet wird. Meist wird der Zinssatz in Prozent und pro Jahr angegeben, die Bezeichnung p.a. (=per anno) verdeutlicht dies.

Da der Zeitraum der Ausleihung meist nicht genau ein Jahr beträgt werden die Zinsen auf den Tag genau ausgerechnet. Dafür gibt es verschiedene Methoden, bei der deutschen Zinsberechnungsmethode geht man einfach von 360 Tagen pro Jahr aus und bei der englischen Methode von 365 Tagen pro Jahr.

Bei der sogenannten Euromethode, die inzwischen bei allen Geldmärkten im Euroland üblich ist, wird das Jahr grundsätzlich mit 360 Tagen berechnet und der Monat mit der tatsächlichen Anzahl von Tagen. Für den ersten Tag der Aufnahme eines Kredit-Geschäfts werden dabei in der Regel keine Zinsen berechnet.

Angegeben wird in der Regel der Nominalzins oder der effektive Zinssatz. Beim der Effektivverzinsung sind eventuell anfallende Gebühren schon mit einberechnet, beim nominalen Zinssatz nicht. Der Realzins dagegen enthält noch dazu die Auswirkungen der Inflation. Denn die Wertentwicklung eines Vermögens hängt nicht nur von der Verzinsung, sondern auch von der Inflationsrate ab. Diese Inflationsrate muss zur Berechnung des Realzinssatzes vom Nominalzinssatz subtrahiert werden. Wenn die Inflationsrate über dem Nominalzinssatz liegt entsteht ein negativer Realzinssatz. Das bedeutet das eigene Vermögen verliert real gesehen an Wert, obwohl es in Zahlen ausgedrückt ansteigt.

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