AXA Bank Tagesgeld Angebot vom Markt verschwunden

AXA Tagesgeld KontoSeit Anfang dieser Woche ist das ehemals beste Tagesgeld Angebot der AXA Bank mit 2,30% NICHT mehr auf deren Website zu finden – das Angebot wurde kurzerhand wieder eingestellt – Erklärungen Fehlanzeige.

Am 01. Oktober berichteten wir über das neue AXA Bank Tagesgeld – nun, nicht einmal 3 Wochen danach kann man das Konto nicht mehr eröffnen. Das ist insofern für alle Anleger ärgerlich, die sich den sehr guten Zins mit Garantie bis Ende Januar sichern wollten.

Kurzfristiges Lockangebot?

Es war zwar klar dass das Angebot nicht ewig so gute Zinsen bieten kann, aber nach 17 Tagen das Angebot schon wieder einzustellen ist nicht gerade zukunftsorientiertes Denken einer Bank. Immerhin möchte ich auch als Tagesgeldkunde ein Konto mit langfristiger guter Perspektive.

Das Angebot der AXA Bank mit 2,30% lief somit nur vom 30.09.2010 bis zum 16.10.2010 – das sind genau 17 Tage und nicht gerade viel.

Zwar hatte das Konto mit 10.000€ Mindesteinlage und fehlendem Onlinebanking auch so seine Tücken – aber das man es gar nicht schafft zu eröffnen ist wirklich neu.

Alternativen mit Perspektive

Gute Alternativen gibt es derzeit mehr als genug – bspw. bietet das Bank of Scotland Tagesgeld seit Januar 2009 sehr gute Zinsen und ist seitdem immer unter den Top5 im Tagesgeldvergleich gewesen und man konnte das Konto immer eröffnen. Derzeit ist das Konto sogar wieder unsere Nummer 1 und bietet neben 2,20% Spitzenzins auch noch 30€ Startguthaben bis Ende diesen Monats.

AXA Bank Tagesgeld Angebot vom Markt verschwunden was last modified: Oktober 21st, 2010 by Tagesgeld News

  1. Das war ja ein Lockangebot für neue Kunden – mittlerweile gibt es diesen Zins kaum noch – der Zins für 1 Jahr Festgeld bei der TARGOBANK beträgt gerade einmal 1,30% – da lohnt es sich eher z.B. ein Tagesgeld der VW Bank mit 6 Monaten Zinsgarantie und 2% zu nehmen.

  2. zur Targobank: ja, vor etwa 6 Monaten war ja das Angebot über 6 Monate Festgeld für 3 Prozent. Jetzt bieten sie ja fast nichts an. Daher gehen wieder tausende Euro von ihren Konten. Logisch, dass sie jetzt wieder was machen müssen….

  3. Auch die Targobank hat wieder Anpassungen beim Festgeldzins durchgeführt, die Banken sind sich wohl derzeit nicht einig mit was sie Kunden anlocken wollen und welche Auswirkungen das auf ihre Reputation hat, wenn die Zinssätze nach einem unglaublichen hoch zwei bis drei Wochen später wieder ganz verschinden oder herabgesenkt werden.

  4. ich glaube, es ist ganz einfach: man bietet mehr Zinsen als alle anderen und schon kommen die Kunden alle wieder. Gut, wegen 0,1% lohnt der Wechsel kaum, denn die 1-2 Tage ohne Zinsen durch die Überweisung – da braucht man einen Monat, um das mit den um 0,1% mehr Zinsen wieder reinzuholen. Nur was hätte es gebracht, die Aktion bis Ende Januar laufen zu lassen? Jemand, der im Januar noch abschließt, aber nur bis Ende Januar gute Zinsen bekommt und ab Februar vielleicht nur 0,5% – fühlt sich erst recht über den Tisch gezogen und ist gleich wieder weg. Bei günstigen Angeboten darf man nicht lange Duskutieren – sofort zuschlagen sonst ist es wieder vorbei. Bei mir hat es wunderbar geklappt.

  5. „Was ist denn hinter den Kulissen so geschehen?“
    Das interessiert mich auch!

    Das ist absolut richtig, „ein Kunde [merkt sich] die negativen Erfahrungen besser als die Positiven.“ Es kostet eigentlich Unmengen einen Kunden zu gewinnen (PR, usw). Hat man ihn, dann ist das erst einmal gut. Geht er aber nach kurzer Zeit (17 Tage!), weil er total unzufrieden ist (Eröffnungsprozedur-Time is money), dann kommt er meist nie wieder, da jeder das alte Beispiel von 17 Tagen im Kopf hat.

  6. …“mit der heißen Nadel genäht”…

    Und was soll uns das sagen? Die Idee eines guten Produktes hat die Bank ja aufgegriffen, aber so schnell wie es erschienen ist, hat es den Markt auch schon wieder verlassen. Baut man sich so ein solides Image auf? Ich glaube nicht…

    Was ist denn hinter den Kulissen so geschehen?

  7. Ich finde es nicht erstaunlich, dass das Angebot so schnell wieder vom Markt weg ist. Eigentlich habe ich es so erwartet. Wer Gelegenheit hatte hinter die Kulissen der AXA-Aktion zu schauen, stellte fest, dass dort „mit der heißen Nadel genäht“ wurde.

    Hoffentlich haben die Verantwortlichen ihre Erfahrungen gemacht und dazu gelernt, so dass man sich vielleicht im nächsten Jahr auf Neues und Solides freuen kann.

  8. Klar kann die Bank ein Angebot jederzeit auch wieder vom Markt nehmen – da gebe ich Ihnen Recht, aber ein Angebot nur 17 Tage am Markt zu lassen spricht nicht gerade von einer guten Planung – will ich so einer Bank, die es nicht einmal schafft, ein ausgewogenes und langfristiges Produkt auf die Beine zu stellen, wirlich mein Geld anvertrauen – und ruck zuck wird der Zins für Bestandskunden gesenkt usw. usw. – das kennen wir doch alles von der GE Capital und NOA Bank – nimmt alles kein gutes Ende.

    Und leider merkt sich ein Kunde die negativen Erfahrungen besser als die Positiven – schafft man sich so wirklich ein gutes Image – ich glaube nicht.

  9. Ich kann mich der Kritik nicht anschließen.

    Jede Bank kann nach eigenem Ermessen doch jederzeit so ein Angebot einstellen – genauso wie Sie es auf den Markt gebracht. Die AXA Bank hat dies Angebot seinerzeit ohne Vorankündigung auf den Markt gebracht und jetzt auf selbige Weise wieder geschlossen. Auch obliegt die Zeitspanne in der das Angebot besteht doch alleine der Bank.

    Aus welchen Erwägungen heraus auch immer die das Angebot jetzt entfernt wurde, bleibt alleine Sache der Bank. Auch braucht die Bank doch der Öffentlichkeit die Gründe dafür nicht offenlegen oder sich sogar noch rechtfertigen.

    Sicher wird der Grund darin liegen, das die AXA Bank mit Geld überschwemmt worden ist und ab einer gewissen Anlagesummen lohnt sich das dann nicht mehr für die Bank und ist ein reines Zuschussgeschäft – und dann wird eben das Angebot sofort vom Markt genommen.

    Ein völlig normaler Vorgang. Es ist eben momentan irre viel Kapital auf dem Markt was angelegt werden will.

    Bei solchen Angeboten fängt eben nur der frühe Vogel den Wurm…

  10. So schnell wie das Geld der Kunden angelegt ist, kann es bei schlechten Bedenken auch wieder weg sein. Immerhin galt das Angebot eh nur bis Januar – dann sollte man es auch bis dahin eröffnen können – erinnert mich irgendwie an die Aldi, Lidl etc. Lockangebote Diskussion vor einigen Jahren -> und danach mussten diese ja die Angebote auf Lager halten bzw. nachbestellbar sein. Das wäre doch für solche Lockangebote auch mal interessant.

    Es kann ja nicht sein, dass ich mich beeilen und anstellen muss, um eine Konto zu eröffnen. Komisch.

  11. Erklärungen Fehlanzeige.
    Entweder wurden die von Zinshoppern überflutet. Wenn lediglich 1000 „zuschlangen“, dann sind das ja schon mal 10.000.000 Euro. Oder die BaFin hat sich die Sache mal n bisschen genauer angesehen und intern Bedenken an der Sicherheit geäußert.
    Wer weiß, wer weiß…

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