Tagesgeld-Vergleich Juni 2013

Tagesgeld-Vergleich Juni 2013Der letzte Monat war wieder durch viele Zinssenkungen geprägt. Besonders die großen Player haben im Juni in besonders kurzen Abständen Zinssenkungen verkündet. Mit Ankündigung der RaboDirect am 10.06 den Tagesgeldzins zu senken, stimmten die Renault Bank direkt und ebenso die VW Bank und Audi Bank ein. Im Zuge dessen wurde die 1,60%-Hürde geknackt und man kann davon ausgehen, dass sich dieser Abwärtstrend weiter fortsetzt.

Hier die Top5 Tagesgeldzinssätze

  1. 1,65%Renault Bank
  2. 1,55% MoneYou
  3. 1,50% RaboDirect, ING-DiBa, DAB bank, 1822direkt,
  4. 1,40%DenizBank, Bank of Scotland, VW Bank, Audi Bank
  5. 1,30%Cortal Consors

Die wichtigsten Zins- und Konditionsänderungen im Juni 2013 in der Zusammenfassung:

RaboDirect
Bereits am 10. Juni erhielten wir die Information, dass die RaboDirect den Zinssatz des Tagesgeldkontos anpassen werden wird. Die Zinssenkung trat heute in Kraft und reduzierte um 15 Basispunkte. Somit verringert sich das RaboTagesgeld von 1,65% auf 1,50% jährlich. Eröffnet werden kann dieses Tagesgeldkonto ohne eine Mindestanlagesumme und darüber hinaus erhält man eine monatliche Zinsgutschrift.

Renault Bank direct
Rund eine Woche später gab auch die Renault Bank direct bekannt, dass sie ebenfalls den Zins um 15 Basispunkte senken wird. Aktuell befindet sie sich noch auf der Spitzenposition mit 1,65% Zinsen, gibt diese allerdings am 25.06.2013 ab. Ab diesem Zeitpunkt übergibt sie diese nämlich an MoneYou weiter und teilt sich den zweiten Platz voraussichtlich der RaboDirect, ING-DiBa, DAB bank und 1822direkt, sollten keine weiteren plötzlichen Zinsschwankungen eintreffen.

VW Bank und Audi Bank
Erst gestern haben die VW Bank und die Audi Bank direkt die Konditionen des Plus Konto TopZins Kontos überraschend angepasst. Im Vorfeld wurde diesbezüglich keine Ankündigung gemacht. Zurückzuführen wäre dies eventuell auf die vorhanden Zinsgarantie, die dieses Konto bei Kontoeröffnung für eine Dauer von 6 Monaten garantiert. Bis vorgestern konnte der Anleger noch 1,60% Zinsen p.a. auf die Tagesgeldanlage erhalten. Seit 20.06.2013 und pünktlich zur RaboTagesgeld Senkung erhält man 1,40% Zinsen jährlich.

Cortal Consors

Am 5. Juni haben wir bereits darüber berichtet, dass Cortal Consors das Tagesgeldangebot um 20 Basispunkte senken wird. Zuvor erhielt der Anleger hier einen Zins i.H.v. 1,50% Zinsen plus einer 12-monatigen Zinsgarantie ohne Mindesteinlage. Seit dem 19. Juni wird die Anlage mit 1,30% Zinsen vergütet. Dieser Zins gilt für Anlagesummen bis 50.000€. Anlagesumme, die höher sind als 50.000€ werden mit 1,00% Zinsen vergütet. Die Zinsgutschrift erfolgt vierteljährlich und darüber hinaus ist ein kostenloses Depot inklusive.

comdirect
Auch das comdirect Tagesgeldkonto wurde zu Beginn diesen Monats um 25 Basispunkte gesenkt. Seit dem 6. Juni wird dieses nun mit 0,75% Zinsen jährlich (vorher 1,00%) vergütet. Trotz einer vierteljährlichen Zinsvergütung kann sich die Tagesgeldprodukt nicht in direkter Konkurrenz mit den anderen Angeboten stellen.

Fazit:
Nachdem auch die Renault Bank direkt bekannt gab am 25. Juni den Tagesgeldzins zu senken, bleibt MoneYou mit dem aktuellen Tagesgeldangebot an der Spitze des Tagesgeld-Vergleichs stehen. Mit 1,55% p.a. und ohne eine Mindestanlage erhält der Anleger eine quartalsweise Zinsvergütung auf sein Kapital. Die Einlagensicherung sichert Ihre Einlagen bis zu einer Summe von 100.000€ zu 100% komplett ab.

Zum MoneYou Tagesgeldkonto

Das MoneYou Tagesgeldkonto kann von Neu- und Bestandskunden zu gleichen Konditionen abgeschlossen werden.

Tagesgeld-Vergleich Juni 2013 was last modified: Juni 21st, 2013 by Tagesgeld Newsletter

18 Kommentare

  1. @ Geizhals: Es geht doch nicht darum, wer hier Recht oder nicht Recht hat, wir sind ja hier nicht vor Gericht … Aber es gibt doch nun mal gewisse Wahrheiten, bloß will die leider kaum jemand wahr haben …

    @ Giovanne: Ganz ruhig, is ja gut … Freu Dich halt.

    Werde mich hier nicht mehr all zu stark ins „Zeug“ legen, ist einfach zu müßig. Aber eines würde mir doch am Herzen liegen, als Vorschlag zur Güte:
    Es gibt da bei Focus-Money ein aktuelles und meiner Ansicht nach hoch-interessantes Interview mit Jürgen Stark. Vielleicht macht Ihr beiden Euch mal die Mühe und lest das durch.
    Mich jedenfalls hat es in meiner Meinung über Draghi und co. nur bestärkt. So, nun ist auch das … „amtlich“! Grins

  2. Ich bin mir wirklich unsicher, ob die christians oder Giovanne hier mehr recht haben. Allerdings bin ich mir recht sicher, das die EZB als „böser Bube“ falsch erkannt ist. Was in dieser Finanzkriese gern vergessen wird ist, das wir es auch mit Nachauswirkungen des gewonnen Wirtschaftskriges der USA gegen die UDSSR zu tun haben. Damals wurden von den USA auch durch staatliche Institutionen Immobilien falsch bewertet. Das war der Auslöser. Davon höre ich zumindest überhaupt nichts mehr. Wer dachte das der amerikanische Imperialismus mit dem Gewinn des kalten Krieges endet, sieht sich wohl spätestens seit Snowden getäuscht. Dort sitzen die Verursacher. Darum finde ich es wirklich wichtig, den Euro zu einer starken Währung zu machen, Südeuropa wirtschaftlich zu helfen, um die Handlungsmöglichkeiten der politische EU zu erhöhen. Da bin ich ganz bei Giovanne, sollte es allerdings wirklich so sein, das die günstigen Kredite nicht bei den KMU unternehmen ankommen, so gehört dem politisch abgeholfen.

  3. @ Christian

    Mein reden, wenn es was bewirken würde hätte ich auch kein Problem damit aber es bringt rein garnichts.

  4. Leute inmformiert euch doch mal vorher, bevor ihr so etwas schreibt. Das mit der Kreditklemme für mittlere/kleinere Unternehmen ist doch bekannt und wird jetzt gelöst. Das geht doch alles nicht von jetzt auf gleich und die “ Instrumente “ müssen erstmal wirken. Das dauert halt seine Zeit. Die EU hat zusammen mit der EZB hat jetzt Schritte eingeleitet , das das Geld auch dort ankommt wo es benötigt wird. Die Europäische Investmentbank (EIB ) wird dies durchführen. So werden die Banken die die Kredite nicht weitergeben einfach umgangen. Eine prima Lösung wie ich finde. Das wird den Kreditmarkt/ die Kreditvergabe gewaltig in Bewegung bringen und dann werden die anderen Banken die sich bisher sperren auch nachziehen. Das ist ziemlich sicher.

    “ Die Europäische Investmentbank soll hier Abhilfe schaffen. Schon seit ihrer Gründung 1958 ist es die Aufgabe der EU-Bank, dazu beizutragen, dass sich die EU-Wirtschaft „reibungslos“ entwickelt. Sie vergibt ihre Kredite und Bürgschaften ausschließlich für Investitionen – und springt auch in Bereichen ein, in denen die normale Kreditvergabe von Banken an Unternehmen nicht mehr funktioniert. Schon 2012 beschlossen die Chefs der 27 Mitgliedstaaten, denen die Bank gehört, das Kapital der EIB aufzustocken.2013, so schätzen Experten, wird die EIB rund 15,9 Milliarden Euro an KMUs verleihen, das sind rund fünf Milliarden Euro mehr als im Vorjahr. Damit – das sagt die Kommission – könnten rund zwei Millionen Jobs pro Jahr in Europa gerettet werden.“

    http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/kreditklemme-eu-will-unternehmen-in-krisenlaendern-helfen/8392782.html

  5. Ja, ich weiß, das Thema Zinsen ist zur Zeit extrem müßig. Dennoch möchte ich hier eines ganz deutlich sagen, und ich denke, das sehen viele andere „Kleinsparer“ genauso: Also, ich / wir hätten mit Sicherheit überhaupt kein ernstes Problem, wenn es so wäre, dass wir für eine gewisse Zeit niedrige Sparzinsen in Kauf nehmen mit der Aussicht, dass die Niedrig-Zinsen bewirken, dass es in den schwachen Euroländern wieder bergauf geht und wir auch wirklich das gute Gefühl hätten, mit unserem „Zins-Verzicht“ einen Beitrag zu leisten. Leider ist dem gar nicht so, es tut sich nicht viel in Sachen Aufwärtstrend, Pustekuchen! Und natürlich ist es schön von Herrn Draghi, dass er Geld ohne Ende raus haut, was mich aber gewaltig an ihm stört: Er kümmert sich nicht die Bohne darum, was mit dem vielen Zaster passiert, dass es dort hin kommt, wo es gebraucht wird! Das Geld wird von den Banken gehortet oder in Aktien angelegt. Nee, da zuckt Herr Draghi mit den Schultern, lächelt milde und sagt, „das ist das Problem von den Regierungen, ich hau munter weiter Kohle raus, ist ja nicht mein Geld, und den Leitzins schraube ich runter, kann keiner sagen, ich tue nix“ …Ja Leute, das ist nun mal Fakt. Und mal ehrlich, wie geht es dann an, dass der DAX in dieser Hoch-Krisenzeit höher ist als vor der Dauerkrise? Und warum ist er dennoch so mega-empfindlich – in China hustet jemand, und hier purzeln die Kurse?? Passt irgendwie alles nicht. Nun, lieber Giovanne, und weil das alles so ist, habe ich ein gewisses Problem mit den Mickerzinsen und mit Leuten, die diese bejubeln. Kann halt auch nicht aus meiner Haut. Der Christian

  6. Ich denke in der Diskussion gibt es wohl niemanden, der Recht oder Unrech hat. Jeder hat seine subjektive Sichtweise: einmal der Sparer der hohe Zinsen für sein Geld haben will und dann die Leute, die sich über (relativ) niedrige Zinsen für ihren Kredit freuen. Ich finde es aber schon etwas frech auf einer Seite, die uns über die besten Zinsangebote informiert die sinkenen Zinsen zu feiern. Das wäre, als würde man in einem Forum für Briefmarkensammler ständig schreiben, dass Briefmarkensammeln Zeitverschwendung ist.

  7. Ja, natürlich bin auch ein “ Normal Bürger “ und natürlich hätte ich ganz persönlich auch lieber höhere Zinsen. Das ist doch gar keine Frage. Nur sehe ich im Gegensatz zu vielen anderen die nur ihren eigenen (Zins)Vorteil in den Fokus stellen die Gesamtsituation in Europa. Ich denke in einigen Jahren werden auch die Kritiker der derzeitigen Zinspolitik der EZB eingestehen müssen das sie sich seinerzeit geirrt haben. Da Herr Draghi den derzeitigen Kurs im Gegensatz zu seinem Vorgänger Herrn Trichet massgeblich iniziiert und beeinflusst hat gebührt im dafür grossen Dank. Das der einzelne Sparer gerade in Deutschland derzeit und noch sehr viele Jahre zinssmäßig zu “ leiden “ haben wird, sollte man als als Solidaritätsbeitrag zu Europa sehen. Die europäische Einigung hat eben für jeden seinen Preis.

  8. @ Tagesgeld-News.de Anika: Ich gehe davon aus, daß die Bemerkung vornehmlich an mich geht. Selbstverständlich war es NICHT meine Absicht, diesen Giovanne zu beleidigen, das läge mir völlig fern. Dennoch halte ich es ähnlich wie Eric Feddersen und kann leider nichts anderes sagen: Die sogenannte „Normal-Bevölkerung“ bzw. die kleinen Unternehmen in den südlichen Ländern haben Nichts, aber auch ABSOLUT GAR NICHTS (!) davon, wenn in Deutschland Geld durch Niedrig-Zinsen vernichtet wird. Wenn also ein Giovanne hier auf diesem Portal bei jeder erneuten Zins-Senkung jubeln darf, dann sehe ich es, mit Verlaub, wirklich nicht als Beleidigung, wenn ich dann mal aus Interesse frage, was er nimmt, um zu solchen Äußerungen zu kommen. Es sei ihm zumindest als Trost zugesichert, daß seinem Sehnen nach einer weiteren Leitzinssenkung der EZB in Kürze sicher nach gegeben wird, was dieses angeht, so ist auf Herrn Draghi Verlass. Bei aller Gratulation meinerseits (kommt von Herzen, wirklich!) möchte ich ihm dennoch sagen: sollte dieser Giovanne ein „Normal-Verbraucher“ bzw. Bürger sein, so wird ihm auch ein Minus-Zins nichts bringen. Für stichhaltige Gegen-Argumente bin ich natürlich offen. Bin sehr gespannt! In diesem Sinne, freundlichst, der Christian 🙂

  9. Nur in Südeuropa werden die niedrigen Zinsen nicht oder nur unzureichend weitergegeben wenn sie überhaupt noch Kredit bekommen.

  10. @Eric F.
    Warum profitieren denn keine Unternehmen? Jeder der große Kredite hat profitiert von einer Niedrigzinspolitik. Meiner Meinung nach hat die EZB doch kaum eine Chance die Zinsen zu erhöhen, siehe andere Notenbanken. Was Giovanne hier schreibt, ist vielleicht recht einfach formuliert, aber sicher nicht mit einem Federstrich, im Sinne von gefällt mir Kapitalheberer nicht, von der Hand zu weisen. Ich tippe mal das es wohl kaum wieder Zeiten mit sehr guten Zinsen ohne Risiko geben wird.

  11. @Giovanne

    Du verstehst es einfach nicht.Wie oft soll ich denn noch irgend welchen Leuten erklären das diese Geldpolitik das schlimmste ist was man machen kann.Denn von dem Billigen Geld profetieren nur Banken aber keine Unternehmen.Denn die Bekommen kein preiswertes Geld für neuinvestitionen oder für Personalaufstockung um besser produzieren zu können.Aber das habe ich schon mehrmals langwierig erklärt nur begreifen will das irgend wie weder Giovanne, unser „guter“ EZB-Chef (eigene Tasche Wirtschaften) oder irgend welche anderen Niedrigzinsanhänger.Die es auch hier genug gibt.Also bitte bringt nicht mehr solche Meldungen wie huhu der Sparer wird weiter gequelt oder huhu Zinssenkung.

  12. @Alle:

    Bitte keine Beleidigungen oder Beschimpfungen auf unserem Portal. Jeder kann seine Meinung zu einem Thema sachlich formulieren, ohne andere Nutzer anzugreifen.

    Daher bitten wir um sachliche Beiträge ohne Beleidigungen. DANKE!

  13. Giovanne hat recht, die 25% Abgeltungssteuer sind viel zu wenig. Darum will Rot/Grün mit der Bürgerversicherung (Krankenversicherung) nochmals 15,5% von den Zinseinnahmen wegnehmen. Dann sind wir mit über 40% Abzügen Weltmeister.

  14. „Giovanne“: Erlaube mir eine Frage bitte: Was für Drogen nimmst Du denn?
    Unfassbar, was Du hier von Dir gibst. Was bitte schön seit Draghi geht in die richtige Richtung? Pass besser auf, dass Du mit deinem Draghi nicht doch womöglich bald „baden“ gehst …

  15. Die Politik hat scheinbar das Thema Erhöhung der Abgeltungssteuer jetzt aufgegriffen. 25% sind ja auch erheblich zu wenig. Hier sollte wirtlich eine Erhöhung statfinden. Dies zusammen mit weiter niedrigen Zinsen würde erheblich zur Stabilität in der Eurozone beitragen. Sign. Draghi hat ja erst gestern bekannt gegeben das die EZB noch lange an der jetzigen Geldpolitik mit niedrigen Zinsen festhalten wird. Es geht also alles weiter voran und in die richtige Richtung. Die Sparer werden weiter “ gequält “ …

    http://www.focus.de/finanzen/boerse/in-der-geldpolitik-keine-wende-ezb-chef-draghi-will-die-sparer-weiterhin-quaelen_aid_1025615.html

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